01Definition
Eine barrierefreie Website lässt sich unabhängig von körperlichen oder technischen Voraussetzungen nutzen: mit Screenreader, nur mit der Tastatur, mit vergrößerter Darstellung oder bei eingeschränktem Farbsehen. Dazu gehören etwa ausreichende Kontraste, Alternativtexte für Bilder, eine logische Überschriftenstruktur, beschriftete Formularfelder und verständliche Sprache. Orientierung bieten die international anerkannten Richtlinien WCAG.
02Einordnung
In Deutschland regelt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), dass bestimmte Produkte und Dienstleistungen barrierefrei angeboten werden müssen, darunter viele Angebote im elektronischen Geschäftsverkehr. Ob und in welchem Umfang ein Betrieb betroffen ist, hängt von Angebot und Unternehmensgröße ab. Barrierefreiheit überschneidet sich zudem stark mit guter Bedienbarkeit und Suchmaschinenoptimierung.
03Warum das für Ihren Betrieb zählt
Unabhängig von gesetzlichen Pflichten erreichen barrierefreie Websites mehr Menschen – auch ältere Kunden oder Menschen, die vorübergehend eingeschränkt sind. Für Betriebe mit breit gemischter Kundschaft ist das ein praktischer Vorteil. Ein erster Selbsttest zeigt oft schnell, wo die größten Hürden liegen.
04Worauf Sie achten sollten
Verlassen Sie sich nicht allein auf automatische Prüfwerkzeuge oder sogenannte Overlay-Lösungen, die per Skript eine Bedienleiste einblenden. Automatische Tests finden nur einen Teil der Probleme, und Overlays beheben die Ursachen im Code in der Regel nicht. Ein einfacher Selbsttest hilft beim Einstieg: Lässt sich die Seite nur mit der Tastatur bedienen? Bleibt sie bei starker Vergrößerung lesbar? Haben Bilder sinnvolle Alternativtexte? Bei einem anstehenden Relaunch lohnt es sich, Barrierefreiheit von Anfang an mitzuplanen, statt sie später nachzurüsten.