01Das Problem ist selten die Technik
Ein Foto aufnehmen und veröffentlichen kann heute fast jeder. Trotzdem schlafen viele Social-Media-Profile von Betrieben nach einigen Wochen ein. Meist liegt es an der Frage, was man eigentlich zeigen soll. Dabei liefert der normale Arbeitsalltag mehr Motive, als man denkt – und gerade diese Motive interessieren Kunden aus der Region. Sie müssen dafür weder Fotograf noch Texter sein.
02Motive, die es in jedem Betrieb gibt
- Vorher und nachher: Ein Raum vor und nach der Renovierung, ein Garten vor und nach der Pflege, ein Fahrzeug vor und nach der Aufbereitung. Der Unterschied erklärt Ihre Arbeit ohne viele Worte.
- Werkzeug und Material: Was Sie verwenden und warum. Das wirkt unspektakulär, zeigt aber Sorgfalt und Fachwissen.
- Das Team: Neue Kolleginnen und Kollegen, Jubiläen, der Alltag in der Werkstatt oder im Laden. Menschen interessieren sich für Menschen.
- Ausbildung: Was Auszubildende lernen und erleben. Das spricht nicht nur Kunden an, sondern auch potenzielle Bewerber.
- Fragen von Kunden: Was Sie am Telefon immer wieder gefragt werden, lässt sich in einem kurzen Beitrag beantworten.
- Hinter den Kulissen: Lieferungen, die Vorbereitung eines großen Auftrags, das Aufräumen nach einer langen Baustelle – Momente, die zeigen, wie viel Arbeit hinter einem Ergebnis steckt.
- Saisonales: Was gerade ansteht – vom Heizungscheck im Herbst bis zur Gartenpflege im Frühjahr.
03Texte, die zum Bild passen
Zu jedem Bild gehört ein kurzer Text. Er muss nicht lang sein, sollte aber erklären, was zu sehen ist und warum es interessant ist: Was war die Aufgabe, was war schwierig, was hat der Kunde davon? Ein Hinweis auf den Ort – „in Kornwestheim“ statt „bei einem Kunden“ – stellt den regionalen Bezug her, sofern der Kunde einverstanden ist. Schreiben Sie so, wie Sie auch mit Kunden sprechen; Fachbegriffe sind in Ordnung, wenn Sie sie kurz erklären.
04Worauf Sie achten sollten
Zeigen Sie Kunden, ihre Häuser oder Grundstücke nur mit deren Einverständnis, und achten Sie darauf, dass auf Fotos keine Adressen, Kennzeichen oder Unterlagen erkennbar sind. Auch Mitarbeitende sollten zustimmen, bevor sie in Beiträgen erscheinen. Verzichten Sie auf Stockfotos: Sie wirken austauschbar und nehmen Ihrem Profil genau das, was es von anderen unterscheidet.
05Ein Rhythmus, der durchhaltbar ist
Wichtiger als häufige Beiträge ist Regelmäßigkeit. Legen Sie fest, wer im Betrieb Fotos macht, und sammeln Sie Motive über die Woche in einem gemeinsamen Ordner. Ein fester Termin, an dem Beiträge geplant werden, verhindert, dass das Thema im Tagesgeschäft untergeht. Reagieren Sie außerdem zeitnah auf Kommentare und Nachrichten – für viele Menschen ist das der erste direkte Kontakt mit Ihrem Betrieb. Wenn Sie merken, dass dafür schlicht die Zeit fehlt, lässt sich die Planung und Umsetzung auch auslagern – die Motive kommen trotzdem aus Ihrem Betrieb.


